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Vermehrung durch Stecklinge

Im Gegensatz zur Aussaat, der generativen Vermehrung, bezeichnet man die Pflanzenvermehrung durch Stecklinge als vegetative Vermehrung. Die vegetative Vermehrung kommt auch spontan in der Natur vor. Ein Holunderzweig, der über längere Zeit in der Wandse hing, einem Stadtbach in Hamburg, hat sich mit der Zeit bewurzelt.
Drei Methoden der Stecklingsvermehrung sollen hier vorgestellt werden:

Blattstecklinge

Zu den bekanntesten Pflanzen, die über Blattstecklinge vermehrt werden, sind die Usambaraveilchen. Ein Blatt wird sauber von der Pflanze abgetrennt und in frisches, leicht oder ungedüngtes Substrat gesteckt. Nach wenigen Wochen erkennt man neben dem Blattstiel die ersten kleinen Blättchen der neuen Pflanze.

Kopfstecklinge

Im Prinzip lassen sich alle Pflanzen, die einen Stängel aufweisen, über Kopfstecklinge vermehren. Nur bewurzeln sich die Triebe unterschiedlich gut. Der Kopfsteckling ist der oberste Teil des Triebes, mit der sogenannten Terminalknospe. Der Stängel wird unter dem dritten bis vierten Auge sauber abgetrennt. Das für die Bewurzelung aktivste Gewebe liegt etwa einen Zentimeter unter dem Blattknoten. Der Steckling wird in frisches, leicht oder ungedüngtes Substrat gesteckt. Nach drei bis sechs Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben.
Sommerblumen, die sich gut über Kopfsteklinge vermehren lassen sind: Fuchsie, Geranie, Strauchmargerite und Weihrauch / Mottenkönig.
Geeignete Zimmerpflanzen sind unter anderem Gummibaum, Birkenfeige, Efeu, Schefflera, Pfennigbaum (oder sollte man ihn heute vielleicht lieber Centbaum nennen?) oder die Diefenbachie, bei der man sich jedoch vor dem Kontakt mit dem giftigen Pflanzensaft schützen sollte.

Teilstecklinge

Als Teilstecklinge bezeichnet man den Teil des Stängels, der sich unter dem Kopfsteckling befindet. Ist dieser Bereich nicht zu stark verholzt, bilden sich auch an diesen Abschnitten Wurzeln.
Für Teilstecklinge eignen sich besonders die Triebe des Efeus.
Viel Spaß bei der Pflanzenvermehrung!

Veröffentlicht: 25. Januar 2007
Tipps und Trends - NDR Fernsehen
und Online auf der NDR Homepage   

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