Sicher macht Gartenarbeit mehr Spaß! - Pflanzen und mehr ...

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Sicher macht Gartenarbeit mehr Spaß!

„Sicherheit bei der Gartenarbeit? Was soll mir bei der Gartenarbeit schon groß passieren?“, denkt so manch Hobbygärtner und ackert munter drauflos - ist ja bisher immer gutgegangen. Doch Gartengeräte nutzen ab, Klingen und Sägeblätter werden stumpfer und auch der Gärtner selbst ist in den vergangenen Jahren älter geworden. Grund genug, sich fünf Minuten Zeit zu nehmen, um den folgenden Artikel aufmerksam zu lesen und anschließend über den ersten Satz auf dieser Seite erneut nachzudenken!
Die gefährlichen Zwillinge: "das hab ich immer allein gemacht" und "noch mal eben schnell"
Selbstüberschätzung ist eine häufige Unfallursache. "Ich habe schon immer meine Äpfel allein geerntet und wenn die Leiter zu kurz war, bin ich eben in den Baum geklettert“. Doch heute sind die Äste morsch und die Knochen steif und plumps liegt man mit gebrochenen Knochen – mit leerem Apfelkorb - auf dem Rasen.

Das Leben, das wissen eigentlich alle, ist hektischer geworden. Oder sind es die Uhren, die kollektiv schneller laufen? Nach dem langen Arbeitstag nochmal eben schnell in den Garten. Rasenmähen, Kirschen pflücken und das Unkraut zupfen. Gartenarbeit ist ja so entspannend! Richtig, aber nur, wenn man sich auch Zeit nimmt. Vor dem Mähen den Rasen von Steinen und Zapfen befreien, ist für viele Rasensportler Zeitverschwendung. Doch jeder, der von seinem Gegenspieler namens Rasenmäher schon mal einen Stein ans Bein geschleudert bekam, hat den Schiedsrichter mit der roten Karte durch seine schmerzverzerrten Augen nicht sehen können.
So, nu wüllt wi mol Foffteihn moken!
Pausen, die Ihnen während des Jobs nicht gegönnt werden, sollten bei der Gartenarbeit eingehalten werden. Beginnen Sie früh morgens und machen Siesta in der Mittagshitze und das Trinken nicht vergessen. Es dürfen gern drei Liter werden, wenn man körperlich in der Sonne arbeitet.
Wer gute Arbeit leisten will, schärft zuerst das Werkzeug. (Sprichwort)
Mit gutem und dem für die Arbeit passendem Werkzeug ist man leichter und mit mehr Freude am Ziel. Nehmen Sie sich die Zeit und schärfen nach dem letzten oder spätestens vor dem ersten Einsatz Spaten, Scheren sowie die Schneiden der Heckenschere und des Rasenmähers. Jedoch ist diese Tätigkeit nicht ungefährlich und meist besser durch einen Fachmann auszuführen. Die Verletzungsgefahr mit einem stumpfen Schneidwerkzeug ist größer als mit einem scharfen. Der Ritt mit einer stumpfen Schere durch einen Ast bedarf deutlich mehr Kraft und erhöht die Gefahr des Abrutschens. Außerdem ermüdet der Gärtner schneller und wird durch seinen Misserfolg unleidlich. Spätestens jetzt sollte eine Pause eingelegt werden. Moderne Astscheren arbeiten mit einer Übersetzung und schneiden so viel leichter. Der Gartenschuppen muss nicht alle Geräte vorrätig halten. Für seltene Aufgaben lassen sich auch Geräte zu einem günstigen Preis mieten oder man beauftragt eine Firma mit der Tätigkeit.
Apropos Gartenschuppen! Mit der Gartenarbeit zu beginnen ist auch viel schöner, wenn der Schuppen ordentlich ist und man nicht befürchten muss, dass einem der Spaten auf den Kopf fällt, wenn man nach dem Besen greift. Diese Maxime gilt nicht nur im Geräteschuppen sondern auch draußen bei der Arbeit. Es ist schon häufig zu Verletzungen gekommen, weil Unbeteiligte auf oder gegen umherliegendes Werkzeug getreten sind und dies nicht nur in den alten Filmen des legendären Komiker-Duos Stan Laurel und Oliver Hardy („Dick und Doof“).
Pflanzen haben Abwehrsysteme
Diese Abwehrsysteme setzen Pflanzen zum Teil bis über ihren Tod hinaus ein. Schnell ist mal ein Splitter vom ungehobelten Brett unter die Haut geschoben, auch Dornen und Stacheln nehmen leicht den gleichen Weg, wenn die Haut nicht mit Handschuhen geschützt wird. Diese Pflanzenteile unter der Haut sind nicht nur unangenehm — die Stellen können sich entzünden, vereitern und bis zu einer Blutvergiftung führen. Ein weiteres Abwehrsystem der Pflanzen um Mensch und Tier auf Abstand zu halten sind Giftstoffe. Die meisten wirken erst, wenn Pflanzenteile durch Verzehr, in den Körper gelangen. Bei einigen wenigen Pflanzen gelangen die Giftstoffe jedoch bereits bei Berührung — über die Haut — in den Körper. Die beiden auf den Fotos abgebildeten Pflanzen Eisenhut und Gefleckter Schierling stehen als Beispiel für diese Pflanzen. Weinraute und Herkulesstaude (auch Riesenbärenklau genannt) übertragen sogenannte Furanocumarine, die zusammen mit Sonnenlicht für Hautverfärbungen, bis hin zu starken Verbrennungen mit Brandblasen, verantwortlich sind.
Weinraute und Herkulesstaude (auch Riesenbärenklau genannt) übertragen sogenannte Furanocumarine, die zusammen mit Sonnenlicht für Hautverfärbungen, bis hin zu starken Verbrennungen mit Brandblasen, verantwortlich sind.
Von Totmannschalter, Sicherung und Zündkerze bei Rasenmäher, Heckenschere & Co.
Es gibt ja nichts Lästigeres, als diesen kleinen Hebel an den motorgetriebenen Gartengeräten festzuhalten? Schnell ist das Klebeband zur Hand und der Totmannschalter ist überbrückt. Jetzt arbeitet die Heckenschere, auch wenn sie nur mit einer Hand festgehalten wird und die etwas zu breit geratene Hecke ist plötzlich kein Problem mehr. Doch! Denn schnell ist man mit der jetzt freien Hand dabei, die Zweige beiseite zu räumen. Das dies ein Fehler ist, merkt man schnell, wenn die Finger in die laufende Schere greifen. Ähnlich blutige Szenarien lassen sich beim Überbrücken des Totmannschalters von Rasenmäher und Motorsäge beschreiben.
 
Was beim Benzinrasenmäher die Zündkerze ist, ist die Stromzufuhr beim Elektrorasenmäher. Bevor man sich dem Messer nähert, müssen Zündkerze bzw. Stromzufuhr entfernt, werden damit der Motor nicht unerwartet anläuft.
Teamwork!
Viele Arbeiten, auch im Garten, lassen sich besser zu zweit oder in einem Team erledigen. Es geht schneller und beim Heben schwerer oder unhandlicher Lasten sind Helfer rückenschonend und gern gesehen.
Doch bei Arbeiten mit Heckenschere, Rasenmäher oder Motorsäge ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zum Maschinenführer einzuhalten. Hier beginnt Teamwork erst wieder, wenn der Motor schweigt!
Schutzengel
Bei der Gartenarbeit ist es ist wie immer im Leben: Geben Sie Ihrem Schutzengel eine Chance, Sie zu begleiten. Dann macht Gartenarbeit SICHERlich SPASS!
Veröffentlicht: 14. März 2016
und online auf der NDR Homepage
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